E-Business

E-Business

E-Commerce boomt. Online-Handel substituiert zunehmend den Verkauf von Waren und Dienstleistungen in der analogen Welt. Das Internet bietet umfangreiche Möglichkeiten, um seine Produkte 24/7 geografisch unbegrenzt anzubieten.

Die IHK für Rheinhessen bietet Ihnen Hilfestellungen, wie Sie die Herausforderungen des E-Commerce meistern können und wichtige Aspekte dabei beachten. Angefangen bei der Gründung über das richtige Geschäftsmodell bis hin zu rechtlichen Grundlagen, stehen wir Ihnen zur Seite.

Der IHK hub bietet Ihnen eine Anlaufstelle rund um das innovative Thema E-Commerce. Nutzen Sie Angebote, Newsletter und Informationen, um stetig auf dem neuesten Level zu sein.

Das richtige Geschäftsmodell
Ideen erfolgreich umsetzen

Nach der gefundenen Geschäftsidee folgt die strukturierte Ausarbeitung des passenden Geschäftsmodells. Im elektronischen Handel bildet ein zuverlässiger Online-Shop die notwendige Bedingung für den langfristigen Erfolg. Hier wird grob zwischen zwei Modellen unterschieden:

  1. Gekaufte Shopsoftware oder OpenSource-Software, die angepasst werden kann. Letztere führt zu einem hohen Grad der Individualisierung und ermöglicht hohe Zuverlässigkeit, da eine Vielzahl an Kontributoren an der Weiterentwicklung teilhaben.
  2. Mietshops. Hier kümmert sich der Anbieter rund um den Betrieb, die Sicherheit und teilweise auch um die rechtlichen Rahmenbedingungen. Derartige Shops bieten den Charme der Einfachheit, sind aber später sehr schwer individualisierbar.

Neben eigens initiierten Plattformen besteht zudem die Möglichkeit auf offene Handelsplattformen wie Amazon, Ebay oder Rakuten (etc.) zurückzugreifen. Eine Alternative, die sich besonders für Pilotprojekte eignet, da Preis und Nachfrage getestet werden können.

Kostenfreie Checkliste
Nutzen Sie die kostenfreie Checkliste zur Planung von E-Commerce-Projekten vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten eKompetenz-Netzwerks. Unter dem angegebenen Link finden Sie Praxisbeispiele, Webinare/Videos, Links und weitere Informationen.
Große Konzerne sind längst vertraut mit Facebook & Co., sie unterhalten ganze Abteilungen, die sich mit Social Media beschäftigen. Praktische Tipps, wie auch kleinere und mittelständische Unternehmen die ersten Schritte auf Twitter oder YouTube erfolgreich meistern, gibt jetzt der kostenlose Leitfaden „Social Media im Handel“.
Großen Wert haben die Autoren darauf gelegt, erfolgreiche Beispiele gerade kleinerer Unternehmen zu vermitteln. So kommen vier Händler zu Wort, die ihre Kunden über Social Media erreichen. Geordnet sind diese Erfolgsrezepte und Tipps nach Themen wie zum Beispiel „Unter welchen Voraussetzungen lohnt sich die Nutzung von Social Media?“ Die unterschiedlichen Antworten beleuchten die Themen somit aus mehreren Blickwinkeln und fügen sich zu einem differenzierten Bild zusammen. „Ohne ausreichende personelle Ressourcen oder konkrete Kommunikationsstrategie hat die Nutzung von Social Media für ein Unternehmen meiner Meinung nach nicht viel Sinn“, lautet zum Beispiel das Fazit von Stefan Plomitzer von „diedruckerei.de“.
Am Beispiel von „frauen-lieben-Taschen.de“ aus dem niedersächsischen Seevetal erläutern die Autoren, wie auch kleinere Händler Kunden durch Social Media gewinnen können – und wie sie ihre Besteller halten können. Die Inhaberin bewegt sich in Diskussionsforen und Blog mit Frauenthemen und weist bei Interesse auf ihre Website hin. Über den Kurznachrichtendienst Twitter versorgt sie interessierte Kundinnen mit interessanten Informationen über Taschen und Mode. Nicht zuletzt enthält der Leitfaden Tipps zum Monitoring von Social Media. Leser finden ebenso Informationen, wie sie den Erfolg in Social Media messen und die ersten Schritte sicher meistern.
Viele Unternehmen vernachlässigen eine professionelle Anpassung der Webseite an ihre ausländischen Zielmärkte. Dabei können viele Dinge sehr einfach, schnell und kostengünstig verbessert werden und den Unternehmenserfolg nachhaltig steigern.
Mit diesem Leitfaden, der auf einer detaillierten Untersuchung der Fachhochschule Dortmund und der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund basiert, möchten wir Sie dazu ermutigen, Ihre Webseite auch für das internationale Geschäft fit zu machen.
Erklären Sie das Thema zur Chefsache und stellen Sie genügend Ressourcen für die Umsetzung bereit. Der Leitfaden gibt Ihnen kurz und knapp Anhaltspunkte, worauf Sie dabei achten sollten.
Der Leitfaden sowie weitere Checklisten stehen Ihnen im Folgenden zum Download bereit:
  1. Leitfaden „Weltweit wirksam im Web“. Dieser beinhaltet im hinteren Teil auch eine Checkliste, die dabei hilft, den Webauftritt für unterschiedliche internationale Zielmärkte anzupassen.
  2. Diese Checkliste „Weltweit wirksam im Web” steht Ihnen auch als separates Dokument zur leichteren Bearbeitung zur Verfügung.
  3. Zur Weitergabe an Ihre ausländischen Standorte steht Ihnen diese Checkliste in englischer Version zur Verfügung.
Als digitaler Transformator von bestehenden Printprodukten ist nach wie vor das Tablet stärkster Treiber im deutschsprachigen Markt. Es bedient das erlernte analoge Rezeptionsmuster der Nutzer am besten.
Für die Auswahl der richtigen Ansprache spielt die Nutzungssituation eine erhebliche Rolle. Morgens zu Hause dominieren klassischerweise Newsformate, am Abend spielen Magazinformate eine größere Rolle. Unterschiedliche Situationen und Anlässe der Nutzung erfordern auch unterschiedliche Darreichungsformen und Inhalte.
Der Leitfaden vom Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. gibt Marketern und Kommunikatoren einen umfassenden Überblick über Chancen, Herausforderungen und Eigenarten der verschiedenen mobilen Distributionsformen.
 
Henry Kördel, stellvertretender Vorsitzender der Fokusgruppe Mobile im BVDW erklärt: „Vor gut zehn Jahren wurde fast durchgängig der Fehler gemacht, Print-Publikationen einfach eins zu eins online zu distribuieren, ohne dabei auf die Eigenarten interaktiver Medien am Computer einzugehen. Etwas Ähnliches passiert gerade erneut: Inhalte werden einfach so, wie sie gerade für stationäre Endgeräte vorliegen, auch für mobile Endgeräte zur Verfügung gestellt. Dabei bieten mobile Geräte gänzlich neue Möglichkeiten, da Nutzer beispielsweise im richtigen Kontext erreicht werden können.“
Das Umsetzungsgesetz zur neuen Verbraucherrechterichtlinie trat im Juni 2014 in Kraft. Von den Änderungen betroffen waren zum Beispiel das Widerrufsrecht, die Zahlungsbedingungen oder die Informationspflichten betroffen und damit jedes Unternehmen, das online, per Bestellschein oder telefonisch Aufträge entgegennimmt.
Hier finden Sie eine Checkliste und Muster:
Des Weiteren ist seit dem 9. Januar 2016 ist die EU-Verordnung Nr. 524/2013 über die Online-Beilegung verbraucherrechtlicher Streitigkeiten in Kraft und gilt direkt in allen europäischen Mitgliedstaaten.
Die Verordnung soll die außergerichtliche Beilegung von Streitigkeiten zwischen Verbrauchern und Online-Händlern fördern.
Weitere Informationen finden Sie hier:
Seit dem 9. Januar 2016 ist die EU-Verordnung Nr. 524/2013 über die Online-Beilegung verbraucherrechtlicher Streitigkeiten (sogenannte ODR-Verordnung) in Kraft. Die Verordnung steht in Zusammenhang mit dem in Deutschland vom Bundestag verabschiedeten Verbraucherstreitbeilegungsgesetz, gilt jedoch davon unabhängig direkt in allen europäischen Mitgliedstaaten.
 
Die Verordnung soll die außergerichtliche Beilegung von Streitigkeiten zwischen Verbrauchern und Online-Händlern fördern. Über eine Online-Plattform der EU-Kommission hat der Verbraucher die Möglichkeit, beispielsweise Beschwerden über den Online-Händler einzureichen und eine Schlichtung vor einer zuständigen Schlichtungsstelle zu erreichen. Die Plattform kann jedoch auch vom Händler entsprechend in Anspruch genommen werden, um Streitigkeiten mit dem Kunden beizulegen. Hintergrund dieses Bestrebens ist die teilweise ineffektive Gerichtsbarkeit in einigen europäischen Mitgliedsstaaten, die eine Durchsetzung von Ansprüchen durch Verbraucher verzögern und damit zu Rechtsunsicherheit führen kann.
Der europäische Gesetzgeber schafft mit der Verordnung jedoch auch eine Informationspflicht für alle Online-Händler, die Waren oder Dienstleistungen auch an Verbraucher verkaufen. Derzeit ist fraglich, ob auch Verkäufer über Verkaufsplattformen eine eigenständige Informationspflicht trifft. Wir empfehlen jedoch aus Sicherheitsgründen auch diesen Verkäufern, den neuen Informationspflichten nachzukommen. Inhalt der Informationspflicht ist, auf der eigenen Website an prominenter Stelle auf die europäische Schlichtungsstelle hinzuweisen und entweder – sofern technisch möglich – den Link auf die Online-Plattform oder aber zumindest den Link schriftlich und ohne Hyperlink aufzunehmen. Wird der Link auf der Website von Online-Händlern hingegen nicht bereitgestellt, so kann dies eine Abmahnung begründen.
 
Weitergehende Informationspflichten für Online-Händler können sich aus dem Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie über alternative Streitbeilegung in Verbraucherangelegenheiten und aus dem am 25. Februar 2016 im Bundesgesetzblatt verkündeten Verbraucherstreitbeilegungsgesetz ergeben. Sobald nach diesen Gesetzen die in der ODR-Verordnung vorgesehenen Schlichtungsstellen in Deutschland gebildet werden, können sich Online-Händler entscheiden, an der außergerichtlichen Streitbeilegung teilzunehmen und haben nach der ODR-Verordnung die Pflicht, den Kunden auf verschiedene Weise über diese Möglichkeit zu informieren.
 
Bereits mit der Bekanntgabe des Verbraucherbeteiligungsgesetzes sind Klauseln in allgemeinen Geschäftsbedingungen unwirksam, die Verbrauchern vor der gerichtlichen Durchsetzung ihrer Ansprüche eine Pflicht zum Versuch der gütlichen Einigung im Wege einer Schlichtung auferlegen. Darüber hinaus ergeben sich auch seit 1. Februar 2017  weitere Informationspflichten.
Quelle: Oldenburgische Industrie- und Handelskammer
 
Rechtlicher Praxistipp:
  1. Stellen Sie als Online-Händler auf Ihrer Website – z.B. im Impressum – den Link zur Internet-Plattform der Europäischen Kommission bereit: http://ec.europa.eu/consumers/odr/. Damit kommen Sie Ihren Informationspflichten nach.
  2. Halten Sie sich auf dem Laufenden, ob und ggf. ab wann Sie die weitergehenden Informationspflichten aus dem Umsetzungsgesetz und dem Verbraucherstreit-Beteiligungsgesetz treffen.
Gastbeitrag

Digitaler Darwin – Anpassung an die Plattformökonomie

Die Digitalisierung sorgt für eine natürliche Auslese, indem sie bestehende Geschäfte zerstört. Modelle, die aktuell en vogue sind, können morgen schon tot sein. Darwins Theorie, übertragen auf die Evolution der Wirtschaft, greift besonders im Kontext von Geschäftsmodellen in der Plattformökonomie. Durch zunehmende Digitalisierung der Wertschöpfungskette ändern sich hierbei ökonomische Spielregeln.
Industrieunternehmen galten bislang als manifestierte Akteure, die auf traditionellen Märkten zu verorten sind, Produkte alleine fertigen und mit eigenem Vertriebskanal die Nachfrage befriedigen. Zwischen Angebot und Nachfrage existierte nur der Markt.
 
Im Zeitalter der Plattformökonomie ändert sich dieser Zustand vermehrt. Digitalisierung von Geschäftsprozessen bedeutet nämlich auch, dass die Organisation von Angebot und Nachfrage digital verläuft, was ein Nährboden für neue Innovationen erzeugt. Produzierende Unternehmen geraten zunehmend in horizontale Wertschöpfungsketten, in denen externe digitale Plattformen den Zugang und die Prozesse zum eigenen Geschäftsmodell mitbestimmen und sich zwischen Produkt und Kunde positionieren. Daraus resultiert ein neues ökonomisches Ökosystem, in dem Unternehmen das Matching von Angebot und Nachfrage monetariseren, ohne sich an der eigentlichen wertbringenden Produktion zu beteiligen.
 
Als innovativer Industrieakteur in der Welt der Plattformökonomie wird jüngst der Duisburger Stahlhändler Klöckner & Co. gehandelt. Als das „Amazon des Stahlhandels“ will das Unternehmen bis 2017 einen digitalen Marktplatz für den Stahlhandel etablieren. Nach Gisbert Rühl, CEO von Klöckner & Co., geht es dabei in erster Linie um die Verbesserung von hauseigenen Prozessen. Kunden können über digital organisierte Plattformen Bestellungen und Kontrakte unkompliziert einsehen und auslösen. Im zweiten Schritt will das Unternehmen Wettbewerber auf einer geplanten Industrieplattform mit anbieten, was dem Kunden einen „Riesenvorteil in Bezug auf Angebotsvielfalt und Preistransparenz“ ermöglicht, so Rühl. Zudem beteiligt sich die Plattform als Partner des Maschinenbauers Trumpf, der ebenfalls eine offene Industrieplattform „Axoom“ betreibt. Hierbei sollen im Kontext von vernetzten Produktionsprozessen Maschinen selbständig Stahl bestellen können. Das Unternehmen Klöckner & Co. beweist nicht nur, dass man als Vertreter der „old economy“ selbst zum Protagonist auf den neuen digitalen Märkten der Plattformökonomie werden kann, sondern dass first Mover der Branche, die Darwins Schlüsselansatz „Survival of the Fittest“, in Anbetracht der Evolution der Wirtschaft, verfolgt, handlungsfähig bleiben werden.
Autor: Thorsten Eller, IHK Stuttgart
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